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PIP-Brustimplantate - Landgericht Karlsruhe schaltet Sachverständigen ein

Datum: 30.11.2012

Kurzbeschreibung: 

Im Schadensersatzprozess wegen Silikon-Brustimplantaten des französischen Herstellers PIP hat die II. Zivilkammer des Landgerichts Karlsruhe in ihrem heutigen Beweisbeschluss einen Sachverständigen beauftragt.

Ein medizinischer Sachverständiger soll in einem Gutachten dazu Stellung nehmen, ob die Aufklärung durch den Arzt, der im Jahr 2007 der Klägerin Implantate eingesetzt hatte, ausreichend war oder mögliche Risiken – etwa durch die Aussage, es könne „ein Auto drüberfahren“ – verharmlost wurden. Grundlage der gutachterlichen Stellungnahme soll der damalige Kenntnisstand sein, als die speziellen Risiken von PIP-Implantaten noch nicht bekannt waren. Durch das Sachverständigengutachten soll außerdem geklärt werden, ob eines der bei der Klägerin eingesetzten Implantate gerissen ist.

Nachdem eine weitere Beklagte, eine zum TÜV Rheinland gehörende Gesellschaft, die die CE-Zertifizierung für die PIP-Implantate verliehen hatte, noch umfangreich zu den durchgeführten Inspektionen im Herstellerwerk vorgetragen hatte, soll auch hierüber noch verhandelt werden. Ein neuer Verhandlungstermin findet statt, wenn das schriftliche Gutachten des Sachverständigen vorliegt.

Landgericht Karlsruhe, Az. 2 O 25/12.

Für Rückfragen am 30.11.2012: RiLG Dr. Wagner, -6651.

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